Nach den ersten beiden Schuljahren (5./6.), in denen das Fach Biologie am ELSA integriert mit den Fächern Chemie und Physik als eigenes Fach Naturwissenschaften unterrichtet wird, beginnt der Unterricht im Fach Biologie in der 7. Jahrgangsstufe.

Die beiden Halbjahrsthemen Ökologie (1. Halbjahr 7) und Evolution (2. Halbjahr 7) machen unsere Schülerinnen und Schüler gleich mit zwei Teilthemen der Biologie bekannt, die unverzichtbar für das Verständnis unserer Welt sind: Ökologie und Evolution.

Es geht dabei auch um die Rolle und Verantwortung des Menschen in und für unsere Umwelt (Ökologie) und um seine Stellung im Reich der Lebewesen (Evolution).

In der 8. Jahrgangsstufe wird das Fach Biologie epochalisiert, d.h. nur in einem (dem. 1.) Halbjahr unterrichtet. Das Thema ist, passend zu dem körperlichen Entwicklungsstand der Kinder der Mensch, seine Sexualität, Fortpflanzung, Heranwachsen. Besonders das erste Teilthema ist Gegenstand der Projektwoche vor den Herbstferien. Dabei wird mit externen Partnerorganisationen wie ProFamilia u.a. seit Jahren erfolgreich kooperiert. Im weiteren Verlauf des 1. Halbjahres der 8. Jahrgangsstufe steht besonders die Verantwortung für die eigene Gesundheit, durch gesunde Ernährung, Verzicht auf Drogen, Vermeidung von ansteckenden Krankheiten im Mittelpunkt. Daneben wird auch das bewegende Thema Organspende behandelt.

Nach einer Pause wird der Biologieunterricht im 2. Halbjahr der 9. Jahrgangsstufe mit dem Thema Vererbung (klassische Genetik) wieder aufgenommen. Im zweiten Quartal werden Nerven, Sinne und Gehirn thematisiert.

Mit der 10. Jahrgangsstufe gehören die Schülerinnen und Schüler nun schon der Oberstufe (zunächst der so genannten Einführungsphase EF) an. Das zentrale Thema ist die Zellbiologie, im ersten Halbjahr mit anatomisch-mikroskopischem Schwerpunkt, im zweiten Halbjahr dann schon recht anspruchsvoll mit Fokus auf dem Stoffwechsel: den Enzymen und speziell der Zellatmung.

Mit dem ersten Halbjahr der 11. Jahrgangsstufe haben die Schülerinnen und Schüler die Qualifizierungsphase (zunächst Q1) erreicht. Von nun an zählen die erarbeiteten Noten (als Punkte) für die spätere Zulassung zum Abitur. Die beiden Halbjahrsthemen sind (in dieser Reihenfolge) die molekulare Genetik (DNA, Proteinbau, Gentechnik u.a.) und die Ökologie, nun auf anspruchsvollerem Niveau natürlich als bei der Einführung in der 7. Jahrgangsstufe.

Es wird auf Exkursionen ein Lebensraum (ein Waldbach, ein Wald, ein Industriebrache o.ä) arbeitsteilig untersucht (Gruppenarbeit) und die Ergebnisse im Unterricht vorgetragen und zu einem Gesamtbild des untersuchten Lebensraumes zusammengefügt. Aus dem theoretischen Unterricht bekannte Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten werden so im konkreten Fall aufgespürt und belegt. Bei diesen Exkursionen hat sich über die Jahre eine fruchtbare Zusammenarbeit der Biologie am ELSA mit dem Heidhof und der Biologischen Station im Haus Ripshorst entwickelt.

In der Jahrgangsstufe 12 (Q2) stehen die Teildisziplinen Neurobiologie (Steuerung und Regulation) und Evolutionslehre im Vordergrund. Beim ersteren Thema werden Bau und Funktion von Nervenzellen, Nervensystem mit Gehirn und Rückenmark und ein Sinnesorgan (am ELSA: das Auge) detailliert behandelt und dabei auch die Verarbeitung der Signale thematisiert. Die Evolutionslehre baut im Sinnes des Spiralcurriculums auf das in der 7. Jahrgangsstufe erworbene Grundwissen auf und vertieft das Thema in den Bereichen Adaption, Artbildung, Evolutionstheorie und Evolution des Menschen.

Nun steht das Biologie-Abitur vor der Tür, sofern sich die Schülerinnen und Schüler bei der Wahl ihrer Prüfungsfächer für Biologie als Pflicht-Naturwissenschaft (mündliche oder schriftliche Prüfung) entschieden haben.

Bei Grund- und Leistungskursen sind die behandelten Teildisziplinen der Biologie und ihre Reihenfolge grundsätzlich gleich. Natürlich kann in den Leistungskursen aufgrund der höheren Stundenzahl in der Stundentafel (fünf gegenüber drei im Grundkurs) deutlich stärker ins Detail/in die Tiefe der Materie gegangen werden.