„Religion eröffnet einen eigenen Zugang zur Wirklichkeit, der durch keinen anderen Modus der Welterfahrung ersetzt werden kann.“

Im Rahmen des Bildungsauftrags an Gymnasien ergründet der Religionsunterricht die religiöse Dimension der Wirklichkeit und trägt zur religiösen Bildung bei, indem sich Schülerinnen und Schüler mit der Wirklichkeit des Glaubens vertraut machen können.  Neben Wissensvermittlung haben wir im Religionsunterricht die Möglichkeit auch spannenden und existentiellen Lebensfragen nachzugehen: Unser Unterricht bietet Raum für glauben und zweifeln, für Fragen nach dem Sinn des Lebens und des eigenen Platzes in der Welt. Dabei bieten wir eine Perspektive auf Gott an, die von den Schülerinnen und Schülern angenommen oder auch abgelehnt werden kann.

Katholischer Religionsunterricht am Elsa möchte junge Menschen zu kritischem Denken und einem selbstbestimmten Leben anleiten. Dabei setzen wir bei den Lebenswirklichkeiten der jungen Menschen an und versuchen Glaube, Kirche und Religion in das Hier und Jetzt hinein zu holen und erfahrbar zu machen. Dies spiegelt sich im kompetenznorientierten Lehrplan des Faches katholische Religionslehre für Gymnasien wieder.

Wir möchten des Weiteren dazu beitragen, dass unsere Schülerinnen und Schüler niemals müde werden, Dinge zu hinterfragen, dass sie neugierig auf elementare Fragen des Lebens werden oder bleiben und religiöse Urteilsfähigkeit erlernen. Diese Kompetenzen erachten wir in einer religiös-pluralen Gesellschaft als immens wichtig und legen so den Grundstein für die Bereitschaft zu einem interreligiösen Dialog, der Perspektivwechsel ermöglicht und einen Beitrag zur Identitätsstiftung junger Menschen leisten kann. Regelmäßige Besuche außerschulischer Lernorte, wie einer Moschee oder einer Synagoge sowie die enge Zusammenarbeit mit der Jugendkirche Tabgha in Oberhausen, eröffnen vielfältige Berührungspunkte mit anderen Kulturen, Religionen und Lebensperspektiven.

Religiöse Bildung kann jungen Menschen so zu mündigen Mitmenschen verhelfen, die lernen, Verantwortung zu übernehmen für sich und vor allem für andere und die sich gerne Neuem öffnen möchten. Diese elementaren Eigenschaften, die wir durch das Angebot vieler Projekte und Aktionen unterstützen, können wir in unseren Schülerinnen und Schüler wiederfinden. Beispielsweise engagieren sich Schülerinnen und Schüler des Elsas schon seit vielen Jahren im sogenannten Jung besucht Alt-Projekt im Vincenzhaus Oberhausen oder unterstützen in einer „Rumänien-AG“ hilfsbedürftige Menschen in Rumänien.

Gerne arbeiten wir auch konfessionsübergreifend und betreuen die oben genannte Projekte in ökumensicher Kooperation. Auch unsere regelmäßigen Schulgottesdienste an Weihnachten oder zum Schuljahresabschluss finden gemeinsam mit der evangelischen Fachschaft statt und evangelische und katholische Schülerinnen und Schüler der Q2 begehen zum Ende ihrer Schulzeit gemeinsam die sogenannten Schulendtage.