In der Mittelstufe (Klasse 7 bis 9) werden die Leistungsanforderungen, die bis zum Abitur erreicht werden müssen, immer deutlicher. Mit Blick auf die Inhalte der einzelnen Fächer wird es immer wichtiger, unseren Schülerinnen und Schülern Fachwissen und methodische Kompetenzen zu vermitteln. Dabei bleiben Lernformen zentrales Anliegen, die miteinander kombiniert das Lernen bestimmen. Zu diesen Lernformen gehören der Fachunterricht und die aus der Erprobungsstufe bekannten offenen Unterrichtsformen, wie Frei-, Projekt- und Modularbeit, durch die die Jugendlichen in besonderer Weise die Möglichkeit zu selbstverantwortlichem Lernen und zur individuellen Auseinandersetzung mit dem Lernstoff bekommen. Eingebunden in den Unterricht oder aber auch an außerunterrichtlichen Lernorten bietet die Mittelstufe als Fortsetzung der Erprobungsstufe Raum für viele unterschiedliche Aktivitäten in Projekten, in der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern oder in Arbeitsgemeinschaften. Die Schülerinnen und Schüler bringen sich auch kulturell und caritativ ins Leben der Stadt Oberhausen ein: regelmäßige Konzerte, Theateraufführungen, Autorenlesungen, Kunstprojekte und soziale Aktivitäten zeigen ein großes Engagement und Freude am gemeinsamen Tun. Hierbei ist es am Elsa-Brändström-Gymnasium selbstverständlich, dass im Sinne einer gut funktionierenden Erziehungspartnerschaft alle an Schule Beteiligten, nämlich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und auch das übrige Schulpersonal mitwirken.

 In der Erprobungsstufe wurden die Schülerinnen und Schüler im Vergleich zur Grundschule bereits mit vielen Neuerungen konfrontiert. Dies wird sicherlich bis zum Ende der eigenen Schullaufbahn fortgesetzt. So ergeben sich auch für die Mittelstufe einige Neuerungen, die Sie und Ihr Kind hier finden. Die Klassenlehrerinnen und –lehrer informieren Sie bei alledem immer zeitgerecht und geben zu allen Fragen Auskünfte.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen als Koordinator der Mittelstufe gern zur Verfügung.

 Markus Klein, Koordinator der Mittelstufe

 

Schwerpunkte im Überblick:

Stufe Unterricht allgemein Sprachen Offener Unterricht Projekte/AGs Prüfungen
7 Stundentafel 7

 

Methodenportfolio

 

WPII-Wahl

Latein-/ Französischfahrt Freiarbeit Projekt: Suchtprävention  
8 Stundentafel 8

 

 

 

Neu: WPII-Fach

 

 

  Projektarbeit Projektwoche:

Liebe, Sex und Zärtlichkeit

 

„Be smart, don’t start“ Drogenprophylaxe

 

Berufsorientierung

Potenzialanalyse

Schnupperpraktikum

girl’s day/boy’s day

Lernstand 8
9 Stundentafel 9

 

Klassenfahrt 9

  Modularbeit Betriebspraktikum

 

Erste-Hilfe-Kurs

 

Rechtskunde-Modul

 

Sanitätsdienst

 

 Jahrgangsstufe 7:

In Klasse 7 bleibt eigentlich alles so, wie es die Kinder seit Klasse 6 gewohnt sind: Die Klassenverbände bleiben erhalten, wie sie sind. Die Fremdsprachen aus der sechsten Klasse (Englisch + WPI-Fach) werden fortgesetzt. Neue Fächer werden nicht erlernt. Einige Fächer werden epochal unterrichtet, d.h. die Zensur aus dem Halbjahreszeugnis wird versetzungsrelevant. Darüber werden die Eltern zu Beginn des Schuljahres informiert.

 Projektwoche:

Vor den Herbstferien findet in der Jahrgangsstufe 7 eine Projektwoche zum Thema Drogenprophylaxe statt. Im Klassenverband besuchen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Institutionen, wie z.B. die Ruhrlandklinik oder die „anonymen Alkoholiker“.

Jahrgangsstufe 8:

In Klasse 8 bleibt eigentlich alles so, wie es die Kinder auch von der 7. Klasse gewohnt sind: Die Klassenverbände bleiben erhalten, wie sie sind. Die Fremdsprachen aus der sechsten und siebten Klasse (Englisch + WPI-Fach) werden fortgesetzt. Allerdings setzt in diesem Jahr der WPII (Wahlpflichtbereich) ein. Die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern werden bereits in der 7. Klasse genau darüber informiert.  Das WPII-Fach wird in Kursen, nicht im Klassenverband, unterrichtet.

Auch in der Jahrgangsstufe 8 findet Epochenunterricht statt, d.h. die Zensur aus dem Halbjahreszeugnis wird versetzungsrelevant. Darüber werden die Eltern zu Beginn des Schuljahres informiert.

WPII-Unterricht:

Für die Jahrgangsstufen 8 und 9 wird ein zusätzliches Fach angeboten, das in der 7. Klasse gewählt werden muss (April/Mai).

Der Klassenverband wird aber der 8. Klasse in diesen Stunden (ähnlich wie zur Zeit des Religions- und Philosophieunterrichts) aufgelöst.

In allen Fächern werden zwei Wochenstunden (Ausnahme: Französisch/Latein/Italienisch) erteilt. Die WPII-Fächer sind zwar schriftliche Fächer, haben aber eine geringere Bedeutung bei der Versetzungsentscheidung. Für die Zeugnisnote zählen zwei Klassenarbeiten pro Halbjahr und die sonstige Mitarbeit. Eine Klassenarbeit kann durch eine praktische Arbeit ersetzt werden.

Entweder wählen die Schülerinnen und Schüler im April/Mai eine dritte Fremdsprache (3-stündig)

  1. Latein
  2. Französisch
  3. Italienisch

oder eines der folgenden weitere Fächer (2-stündig):

  1. Medienlehre
  2. Informatik
  3. Theater
  4. kreatives Schreiben
  5. Ökologie
  6. Ökonomie
  7. MIT (Mathe-, Informatik, Technik)
  8. Gesundheit, Sanitätsdienst

Eine Vorstellung der Unterrichtsfächer findet in der hauseigenen Broschüre statt. Zudem werden die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern in Klasse 7 zu einem Informationsabend eingeladen, an dem die Fächer in einer Art „Informationsbörse“ vorgestellt werden.

 Projektarbeit:

Die Schülerinnen und Schüler haben weiterhin 4 Unterrichtsstunden, in denen gemäß dem Schulprogramm Montessori-Pädagogik und offener Unterricht im Fokus stehen. In der achten Klasse arbeiten die Schüler zu dieser Zeit an unterschiedlichen Projekten.

Projektwoche:

Vor den Herbstferien findet in der Jahrgangsstufe 8 eine Projektwoche zum Thema Liebe, Sex und Zärtlichkeit statt. Im Klassenverband besuchen die Schülerinnen und Schüler – teilweise geschlechtergetrennt- verschiedene Institutionen, wie z.B. „pro familia“ oder die die AIDS-Beratungsstelle in Oberhausen.

Fahrten- und Wanderwoche:

Vor den Osterferien findet für alle Lateinschülerinnen und -schüler der Jahrgangsstufe 7 eine Fahrt nach Trier statt, bei der Bauwerke aus dem antiken Römischen Reich besichtigt werden. So werden Lehrbuchinhalte vor Ort nachvollzogen.

Parallel hierzu fahren die Schülerinnen und Schüler des Französischunterrichts nach Frankreich oder Belgien, um praxisnah die Sprache zu üben und zu erkennen, wie wichtig es ist, die erlernte Sprache anzuwenden.

 Lernstand 8:

Mit Lernstandserhebungen im ersten Quartal des Kalenderjahres soll festgestellt werden, über welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler zum Testzeitpunkt in den getesteten Fächern verfügen. Die Teilnahme ist für alle Schülerinnen und Schüler der achten Klassen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik verpflichtend.

Schülerinnen und Schüler, die weniger als 12 Monate in Deutschland leben und die deutsche Sprache noch nicht ausreichend beherrschen, nehmen nicht teil.

Alle Eltern werden im Vorfeld über eine Broschüre einige Tage vor den Lernstandserhebungen über deren Ablauf informiert. Das individuelle Ergebnis wird den jeweiligen Eltern schriftlich und das Gesamtergebnis der Schule den einzelnen Gremien mitgeteilt.

Jahrgangsstufe 9:

Auch die Jahrgangsstufe 9 wird vorwiegend im Klassenverband unterrichtet.  Das WPII-Fach wird das letzte Jahr unterrichtet.

Zunehmend wichtiger wird in der 9. Klasse die Berufsorientierung. Die Schülerinnen suchen sich selbstständig bis zu den Ferien einen Praktikumsplatz. Das Betriebspraktikum findet dann am Ende des Schulhalbjahres statt.

Klassenfahrt:

Vor den Herbstferien findet für alle Lateinschülerinnen und -schüler der Jahrgangsstufe 9 verpflichtend eine Klassenfahrt statt; das Ziel wird von der Klasse selbst bestimmt. Die Klassenfahrt darf einen bestimmten finanziellen Rahmen nicht überschreiten. Nähere Informationen liefert die Klassenleitung dazu bereits in der Jahrgangsstufe 8.

Rechtskunde-Modul:

Im Rahmen einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft wird den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 im ersten Halbjahr rechtskundlicher Unterricht angeboten. Er umfasst 10 Doppelstunden. Unter der Leitung von Frau Krauße, Rechtsanwältin in Oberhausen, erwerben die Schüler Grundkenntnisse über unsere Rechtsordnung und erhalten einen Einblick ins Arbeits-, Zivil- und Strafrecht.

Zudem werden in jedem Jahr außerschulische Lernorte besucht, wie das Amtsgericht Oberhausen, das Landgericht Duisburg, die Polizei Oberhausen oder die Jugendarrestanstalt Bottrop.

Auf dem Zeugnis wird die erfolgreiche Teilnahme a Rechtskundeunterricht vermerkt.