Es ist am ELSA eine Selbstverständlichkeit, regelmäßig Theaterstücke zu besuchen. Durch die verschiedenen Theater-Angebote unserer Schule gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Theater Oberhausen, welches auch nur etwa zehn Gehminuten vom Schulgebäude entfernt ist. Die Jahrgangsstufen 5 bis 7 besuchen in der Regel das sogenannte „Weihnachtsstück“ des Theaters, welches nicht zwingend ein weihnachtliches Thema zum Inhalt haben muss. Im letzten Jahr konnten die Klassen beispielsweise eine großartige Inszenierung von Michael Endes „Die unendliche Geschichte“ erleben, während sie diesen Winter „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen sehen konnten. Für SchülerInnen der Oberstufe sind diese Stücke natürlich nicht mehr interessant – auch gehen sie nicht am Vormittag ins Theater. Sie besuchen mit ihren Lehrern Abendvorstellungen von Stücken, die extra ausgewählt wurden, um die jeweiligen abiturrelevanten Themen auf die Bühne zu bringen, in der aktuellen Spielzeit zum Beispiel „Antigone“ von Sophokles.

Das in Klasse 5 vorgesehene Unterrichtsthema „Vorhang auf – wir spielen Theater“ regt die SchülerInnen auch selbst dazu an, kurze Dramenszenen zu verfassen und sie zu inszenieren. Sehr beliebt ist in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, mit der Klasse in die Aula umzuziehen, damit die selbst verfassten Szenen auf einer richtigen Bühne präsentiert werden können. Auch Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe II stehen noch gerne auf dieser Bühne – entweder ebenfalls im Zusammenhang mit im Unterricht behandelten Dramen oder aber zur Veranstaltung eines Poetry Slams, der den für Jugendliche oftmals trockenen und schwer nachvollziehbaren Themenbereich Lyrik „peppiger“ und somit greifbarer machen soll.

Um unser Konzept des offenen Unterrichts und damit die Möglichkeit des selbstständigen Lernens in den Deutschunterricht einzubringen, ist es fester Bestandteil aller Jahrgangsstufen der Unter- und Mittelstufe, in jedem Schuljahr eine Klassenarbeit durch ein Portfolio bzw. ein Lesetagebuch zu ersetzen. Das bedeutet, dass die SchülerInnen Romane lesen und diese mit unterschiedlichen Aufgaben, deren Schwierigkeitsgrad natürlich von Jahr zu Jahr anspruchsvoller wird, bearbeiten. Diese Aufgaben zielen einerseits darauf ab, wichtige Textsorten wie Inhaltsangaben oder Analysen einzuüben, andererseits sprechen sie aber auch die Kreativität der SchülerInnen an, indem sie beispielsweise eine Textstelle umschreiben, eine Collage zu einem Kapitel erstellen, einen Brief an eine Romanfigur verfassen oder eine Textstelle zu einem Theaterstück oder einem Hörspiel umarbeiten. Dem Einfallsreichtum der SchülerInnen sind hier keine Grenzen gesetzt, da sie oft auch eigene Aufgabenvorschläge machen dürfen.

Ein fester Bestandteil der Jahrgangsstufe 8 ist das Bewerbungstraining, das in den letzten Jahren durch das Landesvorhaben KaoA (Kein Abschluss ohne Anschluss) erweitert und standardisiert wurde. Dieses Projekt zielt darauf ab, den Übergang von der Schule zum Beruf zu erleichtern und den SchülerInnen schon während ihrer Schullaufbahn Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu ermöglichen und sie bei der Berufswahl zu unterstützen. Das ohnehin immer schon im Lehrplan des Deutschunterrichts verankerte Thema Verfassen von Bewerbungsschreiben und Lebenslauf ist hier natürlich essentiell und den SchülerInnen auch schon bei Bewerbung um einen Praktikumsplatz eine große Hilfe.

Ebenfalls in Klasse 8 wird am ELSA der vom Schulprojekt „Zeitschriften in Schulen“ initiierte Zeitungsmonat durchgeführt. Einen Monat lang erhalten die Klassen kostenlos eine thematisch breit gefächerte Auswahl aus rund 30 Zeitschriftentiteln. Nachrichtenmagazine wie FOCUS und DER SPIEGEL sind ebenso dabei wie Titel zu zentralen Interessengebieten von Kindern und Jugendlichen – von der Tierzeitschrift bis hin zum Computermagazin. Dazu werden die KollegInnen mit didaktischem Begleitmaterial ausgestattet, um das Angebot um Unterricht kreativ einzusetzen; hier gibt es zahlreiche, zum Teil auch fächerübergreifende Materialien, die von einer spielerischen Collage bis hin zu komplexen Analysen reichen. Dadurch, dass die SchülerInnen ihre Lieblingszeitschrift im Rahmen dieses Projektes auch online präsentieren können, wird eine Brücke zwischen dem klassischen Printmedium und den für Jugendliche oft interessanteren elektronischen Medienformen geschlagen.