Die Fachschaft Kunst des Elsa-Brändström-Gymasium heißt sie herzlich willkommen. Im Sinne des reformpädagogischen Ansatzes von Maria Montessouri möchte das Fach Kunst dazu beitragen Kinder und Jugendliche das Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“ zu ermöglichen.

Eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung umfasst ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit und Flexibilität im künstlerischen Gestaltungsprozess. Das Vertrauen der Schüler in die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten soll als Grundlage dazu dienen. Im Wechselspiel zwischen Wahrnehmung, Reflexion und bildnerischer Produktion versucht der Kunstunterricht die Schüler zu befähigen, die Wirklichkeit mit allen Sinnen immer wieder neu zu erleben, zu verstehen und sich aktiv mit ihr auseinanderzusetzten.

Weiterhin erlangen die Schüler Basisfähigkeiten um ihnen eine aktive und mitverantwortliche Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Geschehen zu ermöglichen. In einer Gesellschaft die zunehmend durch visuell geprägte Kommunikation gekennzeichnet ist, sieht die Fachschaft Kunst das Lesen und Gestalten von Bildern als Schlüsselqualifikation. Konkret versuchten wir diese Zielsetzung durch folgende ausgewählte Themen umzusetzen:

In den Jahrgangsstufen 5 und 6 beschäftigen sich die Kinder ausgiebig mit der „Farbenlehre“. Theoretisches Basiswissen und die Kunst alle Farben aus den drei Primärfarben des Farbkastens  zu mischen wird durch spielerische Arbeitsaufträge vermittelt.

Bei der Unterrichtsreihe „Schatzkarte“ lernen die Schüler den Umgang mit der Tuschefeder kennen. Vorgegebene Schrift- und Bildfragmente sollen vervollständigt und neu arrangiert werden um als Resultat eine authentische Schatzkarte herzustellen.

Das Thema „Ich baue mir ein Denkmal“ fördert die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Künstler. Mit Blei- und Bundstiften setzen sich die Kinder ein Denkmal für ihre Erfolge im Beruf und damit für ihre zukünftigen Verdienste an der Gesellschaft.

Das sehr beliebte Basteln an „schrillen Brillen“ verlangt neben kreativen Ideen Fingerspitzengefühl und einen sicheren Umgang mit der Schere. Es wird ein Brillengestell passend für jede Kopfform aus Tonpapier ausgeschnitten, welches dann frei nach den Vorstellungen der Kinder designt wird.

In den Jahrgangsstufen 7 bis 9 erlernen die Schüler „perspektivisches Zeichnen“. Nach der Schaffung einer theoretischen Grundlage können die Kinder mit Hilfe der Zentralperspektive dreidimensionale Objekte auf einer Fläche so darstellen, dass ein Eindruck von Räumlichkeit entsteht.

Die Unterrichtsreihe „Popart“ gibt den jungen Künstlern Einblicke in die moderne Kunst. Mit Hilfe einer kunstgeschichtlichen Einordnung dieser Stilrichtung, wird in Anlehnung an die Werke von ROY LICHTENSTEIN und ANDY WARHOL selbstständig ein Popart-Kunstwerk kreiert.  

Das Thema „Mein Traumzimmer“ versetzt die Kinder in die Rolle eines Innenarchitekten. Die Aufgabe besteht darin mit verschiedensten Materialien das Modell eines idealen Wunschzimmers zu basteln. Nach einer sorgfältigen Planung mit Hilfe von Umrisszeichnungen, werden die jungen Innenarchitekten handwerklich aktiv.

Die Unterrichtssequenz „Frottage“ macht die Schüler mit Mischwesen in ambivalenter Umgebung vertraut. Eine grafische Spurensuch und aleatorische Techniken in Anlehnung an MAX ERNST und den Surrealismus eröffnet den Jugendlichen eine weitere Facette der Kunst.

Auch beim „Malen mit der Schere“ ermöglichen Papierschnitte eine neue Möglichkeit künstlerisch aktiv zu werden. Auf den Spuren von HENRI MATISSE begegnen den jungen Künstlern überraschende Effekte.

Das handwerklich fordernde Thema „Eingeweckte Sprüche“ stellt den Kindern die Aufgabe ein Sprichwort plastisch darzustellen. Redewendungen rund ums Essen werden in ein Einmachglas gebaut.

Beim beliebten „Comiczeichnen“ beschäftigt sich die Kunstklasse mit der eigenen Heldengeschichte. Nachdem den Schülern die Grundlagen der Comic-Kultur vermittelt wurden, besteht die Aufgabe darin die eigene, kreative Heldengeschichte graphisch zu Papier zu bringen.

In der Oberstufe gibt es folgende Schwerpunkte:

Einführungsphase 1. Halbjahr: Schwerpunkt Grafik/Zeichnen/naturalistischer Darstellungsmodus und Stufen von Abstraktion durch Reduzierung der Ikonizität.

Theorie, Geschichte und Praxis von Zeichnung und Grafik

Werkimmanente Kompositionsanalyse, Naturalismuskriterien nach SCHMIED.

Zeichnerische Projekte: Naturstudien, Schuhprojekt, Eingepackt/Ausgepackt, Das Auge isst mit:

Zeichnerische „Analyse“ von Früchten und Gemüse.

Einführungsphase 2. Halbjahr: Theorie und Praxis der Farbe/Maltechniken und Lernplakate zur Farbe.

Farbkontraste, Farbkonzepte, Kompositionsanalysen, Künstlerbiografien der Klassischen Moderne und des späteren 20. Jahrhunderts, Schwerpunkte durch Gegenüberstellung von Impressionismus und Expressionismus.

Besuch des Museum Folkwang in Essen.

In Qualifikationsphase 1 und 2 richten sich die Themen nach den jeweiligen Vorgaben für das Zentralabitur.

Folgende Schwerpunkte gibt es aktuell für den Grundkursbereich:

Qualifikationsphase1: Das Menschenbild in der Plastik/Skulptur: Antike, Renaissance, 19. Jahrhundert: RODIN,

  1. Jahrhundert: LEHMBRUCK, GIACOMETTI.

Werkanalysen und praktische Erfahrung mit verschiedenen plastischen Materialien: Ton, Stein, Gips, Draht.

Besuch des Wilhelm-Lehmbruck-Museums in Duisburg.

Künstlerische Sichtweisen und Haltungen zwischen Distanz und Nähe im grafischen und malerischen Werk von F. d. GOYA (1790-1825) und im Werk von PABLO RUIZ und PICASSO (1930-1950).

Qualifikationsphase 2: Künstlerische Verfahren und Strategien der Bildentstehung in individuellen und gesellschaftlichen Kontexten in den aleatorischen (halbautomatischen) und kombinatorischen Verfahren des Surrealismus, insbesondere bei MAX ERNST und Konstruktion von Erinnerung in den Installationen und Objekten von LOUISE BOURGEOIS.